Das Rad dreht sich immer schneller, das gilt heutzutage nicht nur mehr für die Technologie Branche. Der digitale Boom ist seit einiger Zeit auch in der Agrarwirtschaft angekommen. Mit immer mehr Menschen, die mit Gütern versorgt werden wollen, mit immer weniger Ressourcen ist es nur eine logische Schlussfolgerung, dass alles nur über Optimierung am Laufen gehalten werden kann. Die Vorstellung, wie wir sie bis dato kannten, dass die glückliche Kuh vom Bauern auf die Alm geführt wird und selbstverständlich von Hand gemolken wird, ist in der digitalen Zeit nicht mehr profitabel umsetzbar.

 

Der Bauer, der jedes Feld einzeln begutachtet und bearbeitet, schier unmöglich hier nur annähernd am Markt konkurrieren zu können. Der Bauer von heute verbringt einen großen Teil seiner Arbeitszeit mit Office Tätigkeiten, versteht es Landmaschinen mit smarten Technologien zu vernetzten und setzt alle digitalen Mittel ein, die eine landwirtschaftliche Optimierung hergeben.

 

 

Die digitalisierte Landwirtschaft

 

Traktor beim ErntenInformiert man sich heute über den Werdegang der Landwirtschaft, fällt immer wieder das Wort Digitalisierung – die Zukunft des Agra Sektors. Zunächst sollte im Zusammenhang mit der Landwirtschaft verstanden werden, was die Digitalisierung bedeutet. Alle Dokumente, die noch handgeschrieben werden, Akten, Unterlagen, Rechnungen usw. werden zukünftig digitalisiert und digital über PCs weiterverarbeitet. Die Digitalisierung hat das Ziel, alle Abläufe zu verknüpfen und so weit wie möglich zu automatisieren. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Ressourcen und Arbeitskraft.

 

 

Die Zukunft der Landwirtschaft ist schon längst allgegenwertig

 

In Deutschlands Bauernhöfen werden schon seit einiger Zeit die Vorteile der Digitalisierung eingesetzt, um überlebensfähig zu bleiben. Was viele nicht wissen, ein moderner Bauernhof ist mittlerweile besser für die Zukunft aufgestellt, als manch andere Branchen wie beispielsweise das Bau- oder Gaststättengewerbe. Moderne Landmaschinen verfügen über GPS, um die Bewässerung, Spritzmittel und die Ernte so optimal wie möglich zu gestalten. Mähdrescher und Traktoren können bereits autonom im vorher bestimmten Gebiet agieren, während der Bauer sich mit dem Ernteerzeugnis befassen kann. So können teure Ressourcen wie Wasser und Benzin gespart werden. Pestizide werden dadurch nur wirklich da angewendet, wo es nötig ist, das trägt nebenbei zu einer besseren ökologischen Landwirtschaft bei.

 

KüheIn der Nutztierhaltung sieht es ähnlich aus, Kühe können selbstständig zu Melkautomaten gelangen, um gemolken zu werden. Das kommt auch dem Tier zugute, weil es so ganz entspannt, ohne Zwang seine Zeit verbringen, kann. Ställe werden automatisiert gemistet, Fütterungsautomaten erkennen jedes Vieh individuell, um nur die benötigte Futtermenge bereitzustellen. Selbst der Gesundheitszustand des Milchviehs wird automatisiert durch Analysen der Milch getrackt und dem Bauern über eine App gemeldet, wenn die Kuh kränkeln sollte.

 

Die Zukunft wir Dinge mit sich bringen, an die heute noch niemand denkt. Neuerdings haben sich auch Anbieter mit Programmen spezialisiert, die Verschleißteile von Maschinen und Geräten überwachen, um den Austausch vor einem vermeintlichen Ausfall automatisch zu melden.

 

Das Nebengeschäft von Landwirten, wie Biogasanlagen und Solarparks sind selbstverständlich auch voll vernetzt und arbeiten weitestgehend autonom. Bei Störungen schalten sich Spezialisten über das Netz in die Anlage ein und können so das Problem schnell und mit wenig Aufwand beseitigen.

 

 

Wie geht es zukünftig mit der Landwirtschaft weiter?

 

Ein weiterer Trend geht in die Richtung Virtual- und vor allem in Augmented Reality. Mit Hilfe von virtuellen Assistenten werden bald Ackerböden begutachtet, den Zustand des Mineraliengehaltes im Boden ausgewertet werden. Und das durch eine Brille, die der Bauer nur aufsetzten muss. Ein kleiner Bildschirm blendet dann für jede Situation die benötigten Informationen ein. Ein weiteres Szenario wir auch sein, erkrankte Pflanzen im Frühstadium erkennen zu können, um gezielte Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Oder den optimalen Reifegrad für den bestmöglichen Erntezeitpunkt bestimmen zu können.

 

WeizenfeldExperten planen Biogasanlagen ein, um flexibel Stromschwankungen zu vermeiden, dieses Prinzip wird immer mehr angewandt, was auch ein großer Schritt in die richtige Richtung sein wird, um die Erderwärmung in den Griff zu bekommen.

 

Die Vernetzung der Bauern selbst spielt immer mehr eine Rolle, was sich in vielen Entwicklungsländern bereits etabliert hat, wird auch in der EU massiv umgesetzt. Auch die Abläufe von Bauern, Rohstofflieferanten und Abnehmer wird zunehmend über ein Netzwerk geregelt.

 

In Deutschland sind bereits mehr als zwanzig Prozent der Betriebe auf der digitalen Überholspur angekommen, was eine aktuelle BITKOM Umfrage herausgefunden hat. Wissenschaftler sind sich einig, dass das Potenzial der Digitalisierung noch längst nicht erschöpft ist und bald zum Alltag jedes Bauernhofes gehören wird.